Digitalisierung als Programm: Die Heinrich-von-Kleist-Schule Bochum

Digitalisierung als Programm: Die Heinrich-von-Kleist-Schule Bochum
1
Sep

Am 01.10. kommt #excitingedu regional ins Ruhrgebiet. In der Hochschulstadt Bochum wird es ein buntes Proramm rund um digitale Bildung an Schulen geben. Zu Gast sind wir in der Heinrich-von-Kleist-Schule, die wir euch hiermit vorstellen möchten.

Die Heinrich-von-Kleist-Schule ist ein Ganztagsgymnasium mit zur Zeit 640 Schüler*innen. Die Schule fühlt sich traditionsgemäß digitaler Bildung besonders verpflichtet. Schon Ende der 1990er Jahre war eine umfassend vernetzte Computerausstattung vorhanden, die im Rahmen eines Medienkonzeptes bereits in vielen Fächern eingesetzt wurde. Über den Informatik- und Technikunterricht, den unsere Schule als einen Schwerpunkt ihres Schulprogrammes betrachtet, erleben unsere Schüler*innen schon seit Beginn der 1980er Jahre Digitalisierung.

Als Gründungsstandort und Sitz der Geschäftsstelle des 1. zdi-Netzwerks IST.Bochum.NRW – Innovation.Schule.Technik der Gemeinschaftsoffensive „Zukunft durch Innovation.NRW“ ist die Heinrich-von-Kleist-Schule sensibilisiert, sich über die Schule hinaus in die regionale und überregionale Bildungslandschaft im Sinne partnerschaftlicher Bildungsvernetzung einzubringen und außerschulische Partner*innen in den schulischen Bildungsprozess einzubinden.

Digitalisierung nimmt dabei zunehmenden Raum ein, sei es in der kreativen Nutzung neuer Lernmöglichkeiten, in der Befähigung der Schüler*innen zu aktiver Gestaltung digitaler Systeme. Aufgrund der vielfältigen Erfahrung sind zwei Kollegen als Medienberater bzw. als Datenschutzbeauftragter beim Schulamt der Stadt Bochum stadtweit beratend tätig.

Digitalisierung als Programm

Es beginnt bei der Erreichbarkeit: alle Lehrkräfte und alle Schüler*innen sind unter ihrer persönlichen Emailanschrift v.name@hvk-bochum.de zu erreichen. Office365-Lizenzen stehen allen Schüler*innen sowie den Kolleg*innen in der Schule, am häuslichen Arbeitsplatz und mobil zur Verfügung. Informationen werden vor allem über Sharepoint-Gruppen allen entsprechenden Personen verfügbar gemacht. Die App Educolix vermittelt den Vertretungsplan und aktuelle Informationen.

Digitalisierung – mehr als Geräte

In einer modernen Welt muss Schule auch auf den Umgang mit den Herausforderungen der digitalen Welt vorbereiten. Hier geht es uns zum einen um informatorische Grundbildung in allen Fächern: Als inhaltliches Beispiel sei hier das Fach Musik genannt, welches mit Eigenproduktionen von Werbespots mit iPads, Green-Screen und der Bearbeitung mit der App iMovielernen die Schüler*innen lehrt, Bild- und Tonebene wirkungsvoll zu verbinden und professionell zu gestalten. Mit dem Aufnahme- und Bearbeitungsprogramm Audacity werden kleine Musikproduktionen realisiert und bearbeitet. In Kooperation mit den Pädagog*innen des IST-Zentrums vom Fachbereich Informatik erwerben die Schüler*innen die Fähigkeit, mit dem Programm SonicPi Sounds und Musikstücke zu programmieren.

Darüber hinaus ist uns die Vermittlung eines bewussten Umgangs mit Inhalten und Angeboten sehr wichtig. Bereits in Jahrgangsstufe 6 ist das Thema „fun & risk im Netz“ obligatorischer Bestandteil des Lehrplans und wird in einer stadtweiten Veranstaltung vormittags mit Schüler*innen, abends mit den Eltern intensiv bearbeitet.

Weitere präventive Maßnahmen zum Umgang mit der Schnelligkeit in der digitalen Zeit sind Fachvorträge, die in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartner*innen durchgeführt werden. Sei es im Bereich der Prävention die Fragen von BurnOut, Cybermobbing oder der möglichen Online- und Spielsucht, oder im Bereich der Studien- und Berufsorientierung die Nutzung diverser Tools, die in Zusammenarbeit mit den Universitäten und Hochschulen, dem Institut für Bildungs- und Karriereberatung Thimm oder der Agentur für Arbeit selbst zielgerichtet eingesetzt werden.

Digital.Umfassend.Lernen im regionalen Bildungsverbund

Wie kommt digitale Fachkompetenz in die Schule? Wie können Lehrer*innen, wie Schüler*innen unterstützt werden, den explosionsartig wachsenden Veränderungen in der digitalen Welt zu begegnen?Wie können schulexterne Bildungspartner aus Hochschulen, Unternehmen und Institutionen in partnerschaftlichen regionalen Bildungsnetzwerken dazu beitragen? Wie gewinnt man als Schule externe Partner*innen und wie können MINT-Netzwerke ihre Angebote an Schulen erfolgreich platzieren?

Am Standort der Geschäftsstelle des zdi-Netzwerks IST.Bochum.NRW (Innovation.Schule.Technik), der ersten MINT-Region in NRW – Pilotprojekt der Gemeinschaftsoffensive Zukunft durch Innovation.NRW im Jahr 2006, werden an konkreten Beispielen die umfassenden Erfahrungen in diesem außergewöhnlich umfangreichen Bildungsnetzwerk vorgestellt, wie dies gelingen kann. So ist u.a. das Talentmobil der Hochschule Bochum hier stationiert und versorgt Schulen der Region – weit über Bochum hinaus – unter dem Motto „Digitale Lebenswelten – digitale Arbeitswelten“ mit betreuten Experimentalangeboten.

#excitingedu regional @ Heinrich-von-Kleist-Schule

Gemeinsam mit den Tagungsteilnehmer*innen suchen wir kreative Wege in die digitale Zukunft. Wir möchten unsere Konzepte und Strukturen vorstellen, Konzepte und Strukturen anderer kennenlernen und in einen intensiven Austausch treten.

Ein Schwerpunkt liegt dabei aus unserer Sicht in einer genauen Analyse möglicher Problemfelder in Fragen technischer Ausstattung und Wartung, besonders aber auch im methodisch-didaktisch vernünftigen unterrichtlichen Einsatz, der einen echten Mehrwert für Schüler*innen sowie Lehrkräfte bietet.

Insbesondere wegen des anstehenden Neubaus des Schulgebäudes freuen wir uns auf den Austausch, um Erfahrungen anderer Schulen in die anstehenden Planungen einfließen zu lassen.

Hier geht’s zur Anmeldung für #excitingedu @Nordrhein-Westfalen in Bochum